| Regelwerk | : | DSA 4.x |
| Volk | : | Thorwaler |
| Kultur | : | Städtischer Adel (Mittelländische Städte) |
| Profession | : | Berittener Schütze (Soldat) |
| Zweit Profession | : | - |
| Geschlecht | : |
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| Tsa-Tag | : | Keine Angabe |
| Alter | : | 3. Ingerimm 973 BF |
| Größe | : | 213 |
| Gewicht | : | 113 |
| Haarfarbe | : | dunkelblond |
| Augenfarbe | : | blau |
| Stand | : | adlig |
| Titel | : | Euer Wohlgeboren |
Ragnar Nordolfson von Otterntal
Soldat – Berittener Schütze, Hauptmann der Otterntaler Drachenreiter
Adlig – Sohn von Nordolf Erikson von Otterntal, Ritter von Otterntal
Körper
Das lange und wilde dunkelblonde Haar ist Schulterlang und geht in einen dunkelblonden Vollbart über. Das Gesicht ist äusserst maskulin, voll roher Kraft und starkem Ausdruck. Einzig die freundlichen und strahlend blauen Augen durchbrechen das Bild und lenken so von einem groben „Barbaren“ ab. Der Körper, von unheimlicher Größe, ganz und gar bedeckt, lässt nur von der Silhouette erkennen, dass ein überaus muskulöser Körper verborgen ist. Auf dem linken Handrücken befindet sich zudem ein auffälliges Hautbild, eine blutrote Swafnir-Rune, die jedoch zumeist von den Lederhandschuhen verdekct ist.
Kleidung
Am Körper wird bequeme Kleidung mit dem Wappen der Otterntaler Drachenreiter getragen. Darüber ein gut sitzender Kürass, worauf ebenfalls das Wappen ziseliert ist. Die gesamte Rüstung wird von einem Ledergürtel umschlungen und hat so einen festen Sitz. Die Arme selbst sind ungeschützt, nur von lederner Bekleidung bedeckt und die Hände sind unter Lederhandschuhen verborgen. Die Beine werden von einer braunen Lederhose bekleidet und ab den Schienbeinen gehen diese in kräftige und hohe Lederstiefel über. An den Schultern angesetzt und gehalten von einer starken, mit Runen gravierten, Silberkette, umschließt ein bodenlanger Pelzumhang aus weichem Robbenfell den gesamten Körper. Auffällig ist das strahlend rote Stirnband mit den Symbol eines blutenden Pottwals darauf, welches jederzeit getragen wird.
Ausrüstung
In den Händen wird ein gut gearbeiteter Kriegsbogen geführt und an der Hüfte ist ein zugehöriger Köcher mit verschieden farbenen Pfeilen zu finden. Sollte es erforderlich sein, so wird eine Orknase aus ihrem Gehänge gezogen und dem Gegenüber klar gemacht was Ärger bedeuten kann. Auf dem Rücken befindet sich ein großer brauner Lederrucksack, direkt darunter geschnallt prangt ein großes Stück Fell hervor, mit geschultem Auge kann man erkennen das dies ein Schlafsack ist. Am Gürtel finden sich noch zwei lederne Gürteltaschen, welche mit diversen Runen verziert sind, ähnlich den Runen auf der Orknase.
Allgemein
Auf den ersten Blick ein rauer und grober Mann, offensichtlich thorwalscher Abstammung, einem spröden Barbaren gleich. Bei genauer Betrachtung und einem Gespräch stellt sich jedoch ein intelligenter und vielseitiger Kämpfer heraus, welcher durchaus in vielen Punkten bewandert ist. In sich vereint Er die besten Eigenschaften von Körper und Geist, rohe Kraft und Ausdauer ergänzen sich hervorragend mit dem Wissen über die Gesellschaft und der höfischen Etikette. Es lässt sich ein zäher, gerechter und willensstarker Mann erkennen, ein durchaus ehrbarer Charakter, der zudem dem albernischen Adel angehört.
Ragnar Nordolfson von Otterntal
Soldat – Berittener Schütze, Hauptmann der Otterntaler Drachenreiter
Adlig – Sohn von Nordolf Erikson von Otterntal, Ritter von Otterntal
Geschichte
Nordolf Erikson, ein ehrbarer Herr in der Baronie Otterntal ist Thane und somit Vorsteher aller thorwal-stämmigen der Region und verantwortet die 120 Kopf große Gemeinschaft gegenüber dem hiesigen Baron. Wenngleich sich die Nordmänner in den Jahrhunderten der Besiedlung längst an das Leben hier angepasst haben, so bewahren sich viele Otterntaler ihre alten Traditionen und erinnern stets an ihre Abstammung von Djannan Drachenkopf und seinen Mannen der Drachenkopf-Ottajasko. Doch wagt es seither keiner sich als Jarl über die Region oder Hetmann über die Ottajasko zu benennen, vielmehr gliederte man sich mehr und mehr an die heimische Bevölkerung an und ernennt seit Generationen einen Vorsteher über die thorwalsche Gemeinschaft. Dieser Thane ist seit einigen Götterläufen nun schon Nordolf und von Baron Eochai ui Niamad wurde er im Praios 970 BF in den Rang eines Ritters erhoben. Dies geschah, nachdem Nordolf und seine Mannen einen kleinen Orkensturm in der Region aufhalten konnten, als des Barons Truppen schon längst in die Flucht geschlagen waren. Aus Richtung Nostria kommend brandschatzten sich die Orks bis in die Baronie Otterntal, wo sich letztlich die Nordmänner geschlossen und furchtlos in die Schlacht stürzten und dem Unwesen ein Ende setzten. Darauf ernannte der Baron, in Übereinstimmung mit seinem Vetter, dem Grafen vom Abagund, Nordolf zum offiziellen Verwalter über die umliegenden Gehöfte der Nordmänner und zu einem Ritter der Baronie. Um diesen Stand zu festigen förderte der Baron die Heirat Nordolf´s mit einer fernen Verwandten, mit Fiachra ni Wlenach und machte dem Paar im Rahja 971 BF ein verwaistes Edlengut zum Geschenk und so entstand das Rittergeschlecht von Nordolf Erikson von Otterntal, welches noch großen Einfluss auf die Region nehmen sollte.
Ragnar Nordolfson von Otterntal wurde am 3. Ingerimm 973 BF als zweiter Sohn von Nordolf und seinem Weibe Fiachra, sowie als Bruder von Olaf geboren. Als Sohn eines der angesehensten Mitglieder Otterntal´s und als Zweitgeborener des Rittergeschlechts ist ihm bereits der Weg eines Kriegers und Anführers vorgegeben. Von Anbeginn seines Lebens ist sein Weg bestimmt durch Training von Leib und Seele, doch im Laufe der Ausbildung Ragnar´s zu einem wahren Krieger, wird immer öfter klar, das Ragnar an der Swafskari leidet. Nachdem jahrelange Versuche die Walwut zu unterbinden fehlschlugen und mit wachsendem Alter die Gefahr von dem Hünen immer größer wird, wollte man ihn dafür zurück in die alte Heimat senden, in die Obhut eines Geweihten um ihn dort sein Leben fristen zu lassen. Doch Nordolf bringt dies nicht übers Herz und durch den Ratschluss seiner Frau bittet er bei erster Gelegenheit den Baron, seinen Sohn bei seinen Mannen aufzunehmen und ihm friedlichere Aufgaben zuzuweisen. Wegen der freundschaftlichen Bande bekommt Ragnar mit 10 Götterläufen eine Anstellung als Page und Leibdiener von Bedwyr ui Niamad, dem Zweitgeborenen des Barons, einem Kleinkind gerade einmal etwas über 4 Götterläufe alt. Gemeinsam durchleben die zwei eine ruhige Jugend, gemeinsam spielen Sie in der heimischen Burg und ab und zu wird es Ragnar sogar gestattet an so mancher Lektion beim Hof-Gelehrten Marius teilzuhaben. Über die Jahre entwickelt sich zwischen den beiden Jungen eine tiefe Freundschaft, hat Bedwyr als potentieller Erbe doch strickte Regeln was seinen Ausgang und Freundeskreis angeht und Ragnar aufgrund seiner „Krankheit“ durchaus Probleme beim eigenen Volk Kameraden zu finden. Die Zeit verstreicht und neben dem allgemeinen Wissen und so manch gesellschaftlicher Verhaltensweise erlernt Bedwyr auch Kampfstrategie und den Kampf mit dem Bogen. Auf Wunsch des Sprosses wird auch sein Freund Ragnar in der Kampfeskunst geschult, ist er doch ein idealer Trainingspartner. Gemeinsam geht es auch in die Lehre mit Schwert und Axt bei Waffenmeister Anir. Schon nach einigen Übungsgängen fällt auch hier schnell auf, das Ragnar ein überaus ungestümer Raufbold ist, im Nahkampf für die eigenen Mannen teilweise gar gefährlich, denn seine Wutausbrüche durch Treffer und Schmerzen sind unberechenbar. Nach einem klärenden Gespräch mit Nordolf rät Anir, Ragnar bei einem Priester regelmäßig die Ruhe suchen zu lassen, zu meditieren und seine Selbstbeherrschung zu stärken. Zudem wird Ragnar aus den Nahkampfstunden genommen und ihm vorerst untersagt mit jeder Art von Waffe zu trainieren, einzig die Handhabung des Bogens ist gestattet, hat er hier doch deutlich weniger Probleme mit seinen Wutanfällen und zeigt ohnehin Talent an dieser Waffe. Die Lösung bewährt sich über viele Monde und Bedwyr erhält im Alter von 8 Götterläufen ein eigenes Pferd geschenkt, einen jungen Teshkaler, ein Pferd um das Reiten zu lernen und später die Ritterskunst erlernen zu können. Um dieses Pferd wird sich Ragnar fortan auch mit kümmern und erstaunt stellt man fest, dass der rohe Charakter in der Gegenwart dieses Tieres immer ruhiger wird, ja förmlich ausgeglichen erscheint der wilde Thorwaler. Dieser Umstand genügt Ragnar zum großen Vorteil, denn aus diesem Grund und natürlich auch wegen seines treuen Dienstes für das Haus Niamad schenkt man Ragnar ebenfalls ein Pferd, eine alte gesetzte Stute die er auf ihre alten Tage ausreiten darf. Es vergehen 2 Götterläufe und aus Ragnar wird ein sehr potenter Reiter und Bogenschütze, doch auch die höfischen Umgangsformen sind ihm nicht mehr fremd. Der stete Kontakt zu seinem Pferd und die Hilfe der Priester helfen Ragnar seine Wutausbrüche zu beherrschen. Gemeinsam mit Bedwyr reiten die beiden immer öfter aus, Bedwyr führt dabei immer öfter Schwert und Lanze, Ragnar hingegen bleibt bei seinem Bogen. Die Zeit schreitet weiter voran und alsbald werden die 2 Freunde aus ihrem Leben gerissen, denn Bedwyr wird einem königlichen Ritter zur Knappschaft anvertraut und wird mit 10 Götterläufen nach Havena abreisen. Ragnar hingegen bleibt zurück daheim und wenngleich alle erstaunt sind, das er viel ruhiger geworden ist, zur Sicherheit muss Ragnar doch ein rotes Stirnband und eine rote Tätowierung auf der linken Hand tragen, beides deutliche Kennzeichen für ein Swafnir-Kind. Nachdem Ragnar seine Selbstkontrolle immer wieder bewiesen hatte und auch das Thing, die Ratsversammlung der Otterntaler Thorwaler, zugestimmt hat, darf Ragnar sich auch weiterhin in Otterntal aufhalten und frei bewegen, vorausgesetzt er trägt auch weiterhin die Zeichen der Swafskari.
Im Laufe der kommenden Götterläufe gliedert sich Ragnar wieder in die stark thorwalsche Lebensweise ein, jedoch beginnt er damit, so mache albernische Brauchart zu leben und animiert seine Familie es ihm gleichzutun, auch dank der tatkräftigen Unterstützung seiner Mutter, welche ja selbst Albernierin ist. Dank diesem Engagement beginnen nun auch viele Thorwaler sich im Bogenkampf zu üben, der beliebtesten Waffe Albernia´s und trotz seines Stigma schlägt Ragnar immer mehr Respekt entgegen, eint sein Vorbild doch deutlich die verschiedenen Kulturen zusehends. Bleibt das Leben doch größtenteils ein thorwalsches, so verstehen sich Alteingesessene Albernier, die Nachkommen der ersten thorwalschen Siedler und auch die immer wieder neu hinzukommenden Thorwaler immer besser, die Gemeinschaft in und um Otterntal wird immer mehr ein Volk. Auch Nordolf versteht nun was dieser Prozess bedeuten kann und langsam wechselt die Kampfart der Thorwaler Miliz immer mehr in Richtung mittelreichischer und berittener Kriegsführung, sodass im Sommer 989 BF ein kleiner Reitertrupp aus 15 Mann entsteht und Ragnar ihnen als Hauptmann vorsteht. In Zusammenarbeit mit dem Burg-Stallmeister Vinir und Anir entsteht so über wenige Monde eine erprobte Truppe leichter Reiterei, fähig im Reiterkampf mit Speer, Schild, Axt und im Falle Ragnar´s, auch mit dem Bogen. Diese kleine Truppe ist alsbald über die Grenzen der Baronie hinweg bekannt, gern gesehen und erhält alsbald auch vom Baron die nötigen Rechte um in seinem Namen Handeln zu können. Als Wappen dient ein Ritterschild mit weißem Grund und blauer Umrandung, darauf ein blauer Dreki, der Stevenschmuck einer Drakkar. Dies ist ein Teil des Familienwappens derer vom Hause Niamad, welche selbst Abkömmlinge Djannan´s sind, sich aber viel eher an die albernische Kultur anpassten und zeigt die enge Verbundenheit der thorwaler Gemeinschaft Otterntal´s mit den Herren der Region. Da diese Truppe nun fortan im Auftrag des Barons entsandt wird, ist es auch an Ihnen die Grenzen zu überwachen, Vogelfreie zu jagen und im Allgemeinen Recht und Ordnung zu wahren. Durch diese Entwicklung und die steigende Bedeutung dieser Truppe werden sogar einige Mittel der Baronie auf den Trupp verwendet, eine neue Stallung entsteht und zugehörig noch ein kleines Wachhaus, bessere Ausrüstung wird bei Schmied und Sattler organisiert und auch ein kleines Gestüt mit Koppel wird errichtet. Die wichtigste Neuerung jedoch ist ein junges Füllen welches im Sommer 993 BF das Licht der Welt erblickt und welches Nordolf seinem Sohn zum Geschenk macht, einen Tralloper Riesen mit dem Namen Boreas. Gemeinsam mit dem hiesigen Stallmeister und Pferdezüchter zieht Ragnar seinen neuen Freund auf bis er schließlich eine Größe erreicht, die alle anderen Rösser im Schatten stehen lässt. Trotz Größe und Dienst als Schützenpferd behält Boreas ein ruhiges und gutmütiges Wesen, ein großer Vorteil für Ragnar, hat sich seine Walwut doch seit vielen Monden nicht mehr bemerkbar gemacht.
Als im Winter 995 BF Bedwyr als Knappe nach 6 Götterläufen in die Heimat zurückkehrt, hat sich das Bild Otterntal´s deutlich gewandelt: neue Wirtschaftszweige sind entstanden, die Stadt ist deutlich angewachsen und sein alter Freund ist letztlich der Kommandant einer schlagkräftigen Truppe geworden. Groß ist Freude über das wiedersehen und ein Fest im Anwesen von Nordolf Erikson von Otterntal bekräftigt ein weiteres Mal die enge Freundschaft der Familien und den Zusammenhalt Otterntal´s. Die kommenden Monde ist das Leben ruhig, gar Langeweile breitet sich aus, Bedwyr und Ragnar reiten gemeinsam aus, gehen auf die Jagd und messen Ihre Kräfte. Die Zeit scheint zu schlafen bis am 17. Ingerimm 996 BF ein Bote aus Havena eintrifft und in Gegenwart des Barons, seinen Söhnen, vor Nordolf und Ragnar und einigen weiteren völkischen Vertretern seine Botschaft verliest:
Gegrüßt sei das Haus Niamad und vor allem Eochai ui Niamad, Baron von Otterntal,
welches getreulich an der Seite des Fürsten aus dem Hause Bennain´s steht. In traurigem Anlass verfasse ich diese Botschaft im Namen ihrer Durchlaucht an unsere Brüder im Blute. Wie unserem geliebten Fürsten Cuanu ui Bennain bekannt geworden ist, ruft Nostria zu den Waffen, die Andergaster machen hinterrücks mobil und die Thorwaler stünden auf Seiten Andergasts um sich Nord-Nostria einzuverleiben. Ihre Durchlaucht wünscht zu erfahren wie sich das Haus Niamad und speziell die Otterntaler Thorwaler in diesem Fall verhalten werden! Nach Beratschlagung mit Ihrer kaiserlichen Majestät Hal von Gareth will sich das Reich Neutral verhalten und als Vermittler zwischen Andergast und Nostria agieren. Es ist gefordert, dass sich ein albernisches Haus, welches sich auch den Thorwalern verbunden fühlt, als Vermittler erst nach Nostria und folgend nach Andergast aufmacht, um des Reiches Entscheidung zu übermitteln und dort auch zu proklamieren, wie im beiliegenden Schreiben, des Kaisers höchstpersönlich, zu lesen ist: „Wer auch immer den Frieden der Fürstentümer Andergast und Nostria bedrohe, oder durch Waffengewalt breche, der müsse mit unnachgiebiger Härte rechnen! Die Zeiten sind unruhig, im Norden formieren sich die deutlich erstarkten Orks und die Stabilität der Streitenden Reiche und die Wehrhaftigkeit Thorwal´s wird benötigt um einem sich formierenden Orkensturm standzuhalten. Sollte es Andergast wahrlich nach einem Kriege gelüsten, so werde das Reich eine Strafexpedition durch kaiserliche Truppen entsenden und auf Seiten Nostria´s in den Kampf eintreten! Sollten die ungeheuerlichen Anschuldigungen nur ein Vorwand für die nostrische Mobilmachung und als fadenscheiniger Grunde für einen Krieg dienen, so tritt das Reich an der Seite Andergasts in den Konflikt ein! Eine Auseinandersetzung sei unter allen Umständen zu vermeiden und so nötig durch manch weltliches Zugeständnis in Form von Barschaft oder Güterhandel zu erreichen. Aufgerufen werden die albernisch-kaiserlichen Truppen Havena´s und Kyndoch´s wider Nostria und die Winhall´s und Angbar´s wider Andergast, die Mobilmachung ist mit sofortiger Wirkung erteilt und die Truppen sind in Grenznähe zu stationieren um ein möglichst schnelles Handeln zu garantieren.“ Daher wird ein Botschafter aus dem Hause Niamad angefordert, ist doch bekannt dass es über einen fehlerfreien Ruf verfügt und den Thorwalern überaus Nahe steht. Laut Theron ui Niamad, Graf von Abagund seid Ihr werter Baron, oder einer Eurer vertrauenswürdigen Söhne, der richtige Mann für diese Aufgabe. Es wird eine Antwort innerhalb von 7 Praiosläufen gefordert und mit dieser Antwort auch der gewünscht Botschafter hier in Havena erwartet. Das Reich verlässt sich auf unsere Freunde im Abagund. Handelt rasch, die Zeit läuft uns davon! Im Namen von Fürst Cuanu ui Bennain,
Lianna ni Llud, Hofmarschällin zu Havena
Diese Botschaft traf ins Mark, ein Krieg, der sich im fernen Norden zu entwickeln scheint, betrifft das friedliche Leben in Otterntal und dem ganzen Abagund. Nordolf und auch die weiteren Vertreter der Nordmänner versichern, absolut treu zum Reiche zu stehen, bei bedarf sogar gegen die einstigen Landmänner zu kämpfen, denn Heim und Herd sind nun im Reich. Baron Eochai ui Niamad entscheidet, das ein kleine Gesandtschaft unter seinem Sohn Bedwyr erst nach Havena und von dort zur geplanten Mission aufbrechen würden. Man bereite sich vor, bereits mit dem ersten Strahl der Praiosscheibe werde die Reise beginnen. Noch im selben Augenblick ergreift Ragnar das Wort und wünscht seinen Freund begleiten zu dürfen, es sei eine weite Reise und noch nie verließ er seine Heimat. Zudem habe er so die Möglichkeit mehr über die Politik zu lernen und würde gewiss auch so manchen alten Landsmann treffen können. Und selbst wenn das nicht als Erklärung reicht, allein zum Schutze seines Freundes würde er mitreisen wollen. Da weder der Baron noch sein Vater einen Widerspruch haben, wird auch Nordolf die Abordnung aus Juristen, Übersetzern und Rittern begleiten dürfen. Des Abends packt Ragnar seinen Rucksack und alsbald erhält er von seinem Vater Besuch. Dieser übergibt Ihm eine Orknase, ein Erbstück aus alten Zeiten und verziert mit Runen aus der Heimat und wünscht eine Gute Reise und viel Erfolg. Am kommenden Morgen geht es dann auch wahrhaftig im Morgengrauen los nach Havena. Nach 5 Tagesreisen kommt die Gesandtschaft am späten Nachmittag in Havena an und wird sogleich freudig von der Hofmarschällin empfangen. Beim abendlichen Bankett erklärt dann der Fürst selbst die Lage und das die Truppen bereits entsandt sind, es wäre Ernst und man muss sich eilen. Eine Schivonella sei bereit die Gesandtschaft nach Nostria zu bringen und von dort aus gehe es dann per Pferd und Flussschiff weiter nach Andergast, beide Fürstentümer seien bereits über das Kommen informiert. Nach einer Nacht in einem Reichtum den Ragnar nie zuvor gesehen, geht es am kommenden Morgen per Schiff nach Nostria und nach nicht mal 2 Tagen auf dem Meer legt das Schnelle Schiff auch schon am Dock Nostria´s an. Sofort geht es auf zum König und dieser ist hocherfreut die kaiserliche Abordnung zu erblicken, einzig der Anblick Ragnar´s stört, ist dieser doch offensichtlich ein Thorwaler. Doch Niemand wagt nur ein falsches Wort, einzig die Blicke verraten die Anfeindungen. Nach einem kurzen Gespräch stellt sich schnell heraus, das die Gerüchte nur bedingt war sind, das es keine handfesten Beweise für die andergastische Mobilmachung gibt. Ein extra verfasstes Drohschreiben des Kaiser´s erzielt die gewünschte Reaktion, sofort erlässt der nostrische König an seinen Marschall, die Truppen zurückzuziehen, wenn das Reich auf seiner Seite stehe, so fühle er sich sicher. Die Juristen tauschen noch ein paar Schriftstücke und Siegel und schon sei der erste Fall geklärt. Nun noch auf nach Andergast und dort das gleiche und hoffentlich selbiges Ergebnis. Sofort bricht man auf gen Andergast, zuerst per Pferde am Meer entlang bis Salza und dann mit einem eigens angemieteten Flussschiff Tag und Nacht über den Ingval bis nach Andergast, erneut ohne Probleme, hat man doch alle Papiere bei sich und ist offensichtlich als Mittelreicher zu erkennen. Nach weiteren 10 Praiosläufen kommt man in Andergast an und wird beim König vorstellig, der auch sofort Bitten lässt. Nach kurzem Gespräch ist auch schon alles geklärt, die vermeintliche andergastische Mobilmachung ward eine berittene Truppe, die ein paar Gesetzlose bis an die nostrische Grenze verfolgte, dies wurde offensichtlich falsch ausgelegt. Von den Thorwalern weiß man hier auch Nichts und lacht immer wieder herzlich über die Ängstlichkeit der Nostrier. Das Schreiben des Kaisers, wohl gleich dem welches die Nostrier erhielten, erzeugt auch hier den rechten Effekt und so wird versichert, unterschrieben und besiegelt, der Frieden werde halten, auch wenn der Verlust von Joborn nach wie vor schmerzt. Nachdem alles geklärt ist und Bedwyr eilig wieder gen Heimat aufbrechen mag, bittet Ragnar um die Erlaubnis noch etwas bleiben zu dürfen, vielmehr nach Thorwal reisen zu dürfen, er möchte dort seine Herkunft ergründen und könne darüber hinaus noch erfahren, ob es von Seiten Thorwals noch Kriegsbemühungen gäbe. Er werde sobald möglich Botschaft nach Havena an die Hofmarschällin senden. Bedwyr hat nichts gegen diesen Wunsch, kann seinen Freund aber nicht begleiten, muss er doch die Gesandtschaft sicher Heim geleiten und auch den Pflichten als Knappen nachkommen. Und so bleibt Ragnar in Andergast zurück und erfährt alsbald von einem Turney, zudem ihm ein königlicher Berater einlädt, zuvor jedoch eine Unterkunft in der Fürsten-Burg, eine Stadtbesichtigung und die Demonstration der hiesigen Magierakademie. Bei einem abendlichen Essen entsteht ein Gespräch zwischen Fürst Wendolyn VII. Zornbold, einem angesehen Magister namens Eichgard von Andergast, welcher dem Fürstenhaus offensichtlich nahe steht, sowie Ragnar …